[opengeodb] OpenGeoDB unterstützen
Thomas Mack
mack at ifis.cs.tu-bs.de
Die Okt 24 15:25:02 CEST 2006
Hallo allerseits!
Ich habe die Diskussion jetzt nicht im Detail verfolgt, aber ich denke
schon, daß ich irgendwas dazu sagen sollte ;)
Das Problem mit der OpenGeoDB liegt in der Komplexität der DB, die sich
erst auf den zweiten Blick offenbart.
So machen die Gültigkeitsdaten die gesamte Geschichte um ca. den Faktor
fünf oder zehn komplizierter - leider.
Deshalb hatte ich mal gedanklich diese Datumsangaben aus der DB gestrichen.
Aber gefallen tut es mir nicht wirklich.
Das zweite Problem: es gibt keine Administratoren, die sich um die
DB und die Anwendungen kümmern, die darauf aufbauen müssen. Deshalb:
> Ich würde mich auch an der gbeteiligen. Eventuell auch als
> Administrator tätig werden.
>
DAS ist eine der besten Ansätze, die wir haben können.
Und zu den Details: Server haben wir bereits, und wenn wir mehr oder
andere Dinge brauchen, dann ist das kein Problem. Z.B. hatte jemand
für 10,- EINMALIGE Kosten(!) einige Root-Server angeboten, von denen
noch viele verfügbar sind.
Eine Online Update Möglichkeit setzt erstmal eine Erweiterung der
DB voraus, z.B. um neue / geänderte / gelöschte Datensätze vom
Altbestand unterscheiden zu können. Das ist kein großes Problem,
auch wenn es halt Zeit kostet.
Eine Korrektur- und Ergänzungsmöglichkeit von Datensätzen ist der
eigentlich schwierige und aufwendige Teil. Denn erstens sehen
Korrekturvorschläge in der Regel so aus:
"<XY> hat die PLZ 47121 (und nicht 47122)".
Erstens fehlt die Zeitinformation. Sprich: hat sich die PLZ geändert,
oder war sie schlicht und einfach falsch? Und wenn sie sich geändert
hat: WANN hat sie sich geändert? Natürlich können wir sie eintragen
mit Gültigkeitsdatum von unbekannt bis unbekannt. Aber sobald wir
mehr als einmal eine PLZ pro Ort mit "von unbekannt bis unbekannt"
drinhaben, können wir schon nicht mehr entscheiden, welche denn wohl
heute gültig wäre. Und: gerade bei Postleitzahlen gibt es keine
halbwegs zuverlässigen freien Quellen, um die aufkommenden Fragen
mit halbwegs realistischem Aufwand zu klären. Was in mir übrigens
den Gedanken produzierte, ob wir wirklich PLZen bräuchten, aber das
ist wohl doch eher "akademisch".
Zweitens...? Man müßte die Möglichkeit haben, Korrekturen möglichst
weit von der DB-Struktur zu abstrahieren, klar. "Eingemeindet in ..."
muß halt korrekt umgesetzt werden, ohne daß derjenige auf der Ebene
der DB agieren muß. Dazu gehört, daß der Amtliche Gemeindeschlüssel
aufgegeben wird, ebenso eine Verwaltungsgemeinschaft, der der Ort
vorher angehört hatte, daß sich die ungefähre Koordinate des
einmeindenden Ortes damit ändert, usw. usf.. Das bedeutet, daß man
für viele verschiedene Fälle vorgefertigte Lösungen anbieten muß.
Drittens sollte es die Möglichkeit geben, größere Mengen an Daten /
Korrekturen einzupflegen, auch wenn das ab einer Menge von vielleicht
zehn Stück direkt von Person zu Admin geschehen könnte, wobei sich der
Admin individuell darum kümmert.
Und ein Online-Export wäre sicherlich nett, der möglichst weit
individualisierbar wäre...
> > Somit finde ich den Ansatz "Entwickelt mal, hinterher wird
> > sich dann schon herausstellen ob das was taugt" nicht besonders
> > befriedigend, sondern fände es besser wenn vorher klar ist, was
> > erwartet/benötigt wird.
>
> Das Problem mit diesem Ansatz (entwickelt mal) ist: es wird nix
> gemacht! So wie bischer.
>
Ich glaube, die Probleme werden nicht wirklich gesehen. Die meisten
Vorschläge kommen aus "Umkreissuche um eine PLZ"-Ecke, was ja in Ordnung
wäre, wenn wir nicht wesentlich darüber hinausgingen.
Deshalb mein Gedanke, ob wir die OpenGeoDB wieder "zurückschneiden".
Besser eine administrierbare DB als eine "vollständige", aber nicht
verwaltbare.
> Es wäre gut, wenn sich der Hauptverantwortliche für dieses Projekt
> (Thomas, oder wer auch immer) zu Wort melden könnte. Auf jeden Fall
> jemand, der Entscheidungen treffen kann. Wenn nämlich eine Lösung, wie
> von Stephan und mir vorgeschlagen, in Angriff genommen werden soll,
> müssten einige allgemeine Dinge geklärt werden, z.B. welcher Server,
> auf welcher OpenGeoDB-Version aufbauen, ob dem Hauptverantwortlichen so
> eine Lösung passt usw....
>
Sorry, ich habe die Details nicht mitverfolgt. Die Probleme liegen
meines Erachtens nach aber nicht so sehr an der Oberfläche, sondern
mehr in den "System-Innereien". Z.B. in den Gültigkeitsdaten.
Deshalb sehe ich (erstmal) kein Problem darin, IRGENDEINEN Ansatz zu
wählen, der für geeignet erachtet wird.
Grüße,
Thomas