[opengeodb] Aufregung in der Liste
Martin Trautmann
traut at gmx.de
Sam Dez 8 07:58:09 CET 2007
Georg V. wrote:
> Also, ich habe hier innerhalb von kürzester Zeit 34 ungelesene Mails auf der
> Liste. Inhaltlich gemischt mit Aufregungen über Datenfehler, Aussagen über
> Datenstrukturen und Diskussionen über Weiterpflege sowie schärfer werdenen
> Formulierungen.
Ja, es ist erstaunlich, dass sich wieder mal was tut ;-)
> Wenn sich einer die Mühe macht, das Thema für seine Zwecke voran zutreiben,
> ist es lobenswert, aber man muss sich auch fragen, ob die Gründe passen.
> Strassen (mathematisch gesehen Linien) passen nun mal schlecht zu
> Bundesländer und Orten (Flächen bzw. Punkte), auch wenn sie beide nur im 2
> dimensionalen Raum betrachtet werden.
Mit Strassen hast du ein schlechtes Beispiel gewählt - denn die passen
sogar erstaunlich gut in das opengeodb-Modell: Fast jede Wohnanschrift
gehört zu einer sehr konkret definierten Gemeinde, da legen die selbst
schon erheblichen Wert darauf, weil sie so ihre Steuern bekommen.
Ebenso ist die Finanzierung des Strassenbaus über Gemeinden und Kreise
recht genau festgelegt - daher ist in der Gemeinde recht genau bekannt
und zugeordnet, welche Strassen zur Gemeinde gehören.
Für Kartographie- und Navigationsanwendungen besonders interessant sind
hingegen die flächendeckenden Strukturen: Landstrassen, Kreisstrassen,
Bundesstrassen, Autobahnen usw. Die sind bis auf Bundesebene zur
Finanzierung untergebracht, laufen aber durch viele einzelne Gemeinden
hindurch. Deren Modellierung macht die Sache schwieriger - und den
Anwendern solcher Informationen ist meist egal, zu welcher politischen
Struktur solche Daten gehören.
Wenn opengeodb geeignet ist, über eine einzelne, repräsentative
Koordinate eine ganze zweidimensionale Struktur wiederzugeben, dann umso
mehr für linienhafte Strassen. Tatsächlich bietet obengeodb sogar min.
vier Dimensionen (Länge, Breite, Höhe, Datum) oder mehr (z.B. die
postalische Sichtweise)
> Das Datenmodell zu ändern und dabei Informationen (nicht nur über die
> Zeitachse) bereitwillig wegzuwerfen, kann und darf ebenfalls zu Recht
> kritisiert werden. Wie jeder damit umgeht, ist seine persönliche Sache.
> Man kann
> * versuchen seine Software anzupassen,
> * beim alten Datenmodell verbleiben oder
> * konstruktive(!) Vorschläge für Verbesserung einbringen.
> Alternativen wie Aufbau eines Pflegetools auf MySQL-Basis entfallen, da man
> dann nur eine Paralleldatenhaltung erzeugen würde.
Haben wir Daten weggeworfen? Ich glaube nein - wir haben nur eine
Hilfsstruktur entfernt, die als Metadaten drin war und die eigentlich
aus sich selbst heraus errechenbar sein muss.
Mich selbst interessiert eher, wie ich die impliziten Probleme in den
Griff bekomme - z.B. Datenduplikate mit/ohne Datum oder die noch
ungelösten Sprachprobleme.
In nächster Zeit kommen noch Extraprobleme hinzu: wie werde ich damit
umgehen, dass Extradaten bearbeitbar werden? Im Moment möchte ich hier
den INSERT-Befehlen einfach DELETE-Befehle gegenüberstellen...
... Das würde sich unter Umständen auch anbieten, um die Duplikate
loszuwerden...
Schönen Gruß
Martin