[opengeodb] nur deutschland
Robert Böck
robert.boeck at googlemail.com
Die Mar 18 03:33:28 CET 2008
Stephan S wrote:
>> > Du hast hier schon mehrfach behauptet, bei der gegenwärtigen Datenbank-Struktur
>> > wäre von Normalisierung keine Spur, mich würde dazu mal interessieren, gegen
>> > welche Normalform Deiner Meinung nach verstoßen wird?
>>
>> geodb_textdata ist nicht atomar. Andere Tabellen auch nicht.
>
> Das ist eine Behauptung. Wo ist ein Beleg oder ein Beispiel? Welches
> Attribut enthält Deiner Meinung nach einen nichtatomaren Wertebereich?
Der Knackpunkt ist für mich geodb_textdata.text_type. Dieses Attribut
wäre überflüssig, würde man nicht verschiedene Datenarten in eine
Tabelle reinstopfen.
> [...]
>> > Die Behauptung, die Datenbankstruktur wäre ein "Saustall"
>> > ohne Belege dafür oder eine Alternative zu präsentieren, finde ich
>> > ehrlich gesagt etwas unverfroren,
>>
>> Du willst allen Ernstes behaupten, Kritik wäre nur zulässig, wenn man
>> gleichzeitig eine Alternative für das kritisierte Objekt anbietet?
>
> Nein, wenn Du nochmal genau liest, steht da, dass ich bei der Äußerung
> von Kritik in einer derart harschen Form, Belege für die aufgestellten
> Behauptungen oder zumindest einen Alternativ-Entwurf erwarte, denn das
> würde zeigen, dass du dich mit dem Gegenstand deiner Kritik auseinander
> gesetzt hast. Fundierte Kritik ist sehr willkommen, unreflektierte
> Schmähungen und Worthülsen nicht.
Ok, dann nochmal bildlich.
Wenn ich Äpfel, Birnen, Bananen, Tomaten, etc. zusammen in eine Kiste
reinwerfe, ist das für mich ein "Saustall". Wenn aber jede Gattung in
einer eigenen Kiste liegt, dann ist es sauber, aufgeräumt und klar
strukturiert.
>> Ich habe jedoch den Eindruck, dass derjenige, der die Datenbankstruktur
>> entworfen hat, noch nicht mal wusste, dass so etwas wie Normalisierung
>> überhaupt existiert.
>
> Zum einen habe ich den Eindruck, du hast dir nicht die Mühe gemacht das
> Mailinglisten-Archiv zu bemühen und die diesbezüglichen Mails zu lesen.
> OK, wäre auch etwas Arbeit.
Wo sollte ich deiner Meinung nach anfangen? Bei Adam und Eva? Das wäre
nicht nur etwas Arbeit, das wäre verdammt viel Arbeit.
> Weiterhin erwecken deine Äußerungen den Eindruck, dass du dich mal
> -ähnlich oberflächlich wie mit der opengeodb- mit Datenbank-Normalisierung
> beschäftigt hast und bei jeder Gelegenheit damit um dich wirfst.
> Normalisierung ist ein Konzept zur Vermeidung von Redundanzen und
> Inkonsistenzen, keine Religion.
Und was ist geodb_textdata.text_type? Ein Konzept zur Erzeugung von
Redundanzen?
> Zum dritten habe ich den Eindruck, dass Du dir noch immer nicht die Mühe
> gemacht hast, zu ergründen warum die Struktur so ist wie sie ist.
Glaube mir, ich hatte schon genug Mühe damit, zu ergründen, wie man der
Struktur die Daten entlocken kann, die man gerne haben möchte.
> Beim Entwickeln einer alternativen Struktur, die Art und Umfang der
> Information aufnehmen kann, die die opengeodb bietet hättest Du schnell
> gemerkt, dass eine "vereinfachte" Form wie sie dir vorschwebt dies nicht
> leisten kann.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es nicht möglich sein soll,
die Opengeodb so zu strukturieren, dass die Struktur verständlicher wird.
> Versuche einfach mal in deiner vereinfachten Form die
> verschiedenen Hierarchie-Ebenen in unterschiedlichen Staaten oder
> Bundesländern abzubilden.
Das kann ich nicht, weil ich die Verwaltungsgliederung in anderen
Staaten nicht kenne.
>> > Die jetzige Struktur bietet die maximale
>> > Flexibilität aus der sich jeder die Daten, die er benötigt extrahieren
>> > kann, und das sollte meiner Meinung nach auch so bleiben!
>>
>> Flexibility through obscurity?
>
> Du verwechselst hier Ursache und Auswirkung, die Flexibilität wird nicht
> durch Unverständlichkeit erreicht.
Stimmt, ich habs falsch formuliert, aber es bot sich grad an. ;-)
Ich hätte wohl besser schreiben sollen:
Flexibility by accepting obscurity.
Oder anders gesagt: Was nutzt die ganze Flexibilität, wenn kaum einer
durchblickt?
> Dir erscheint es unverständlich, weil
> die Flexibilität einen höheren Abstraktionsgrad erzwingt. Wenn du aber
> glaubst, es gibt ein leichter verständliches Modell, das die gleiche
> Flexibilität bietet, dann ist hier jeder froh darüber. Immer her damit.
Ich habe keines parat und mir ist auch klar, dass man so ein Datenmodell
nicht einfach aus dem Ärmel schüttelt.
>> Trotzdem nehme ich mir das Recht heraus, Kritik zu üben.
>
> Das sei dir unbenommen, aber wenn Deine Kritik gehört und beachtet
> werden soll, sollte sie auch mit irgendetwas untermauert sein.
Schau dir doch die Postings hier der vergangenen Monate an. Immer wieder
wird deutlich, dass die Leute bei der Datenstruktur einfach nicht
durchblicken.
> Du mißverstehst die Motivation hinter opengeodb, hier werden Geodaten
> gesammelt, bearbeitet und zur Verfügung gestellt. Und dafür ist die
> bestehende Datenbank-Struktur entwickelt worden. Du willst die Struktur
> auf Deinen eingeschränkten Bedarf (Webanwendung o.ä.) hin optimieren,
> das kannst Du gerne für dich tun.
Nein, das siehst du falsch. Ich bin der Meinung, die Datenstruktur
sollte durchaus felexibel, aber trotzdem verständlich sein. Klar sollte
jeder die Daten, die er benötigt, in eine dafür passende Struktur
überführen. Und eine etwas verständlichere Struktur der Rohdaten wäre
dafür sicher nicht von Nachteil.
> Für eine Umkreissuche ist das
> bestehende Datenbankmodell sicherlich absolut ungeeignet und
> unperformant, da hast Du recht. Und deshalb ist jedem angeraten (wie
> hier schon hundertmal erwähnt wurde) sich die benötigten Informationen
> zu extrahieren und in eine für seinen Zweck passende Struktur zu
> überführen. Das kann und will die opengeodb nicht leisten.
>
> Du scheinst das ja -wie etliche vor dir- bereits erfolgreich
> durchgeführt zu haben, also wo liegt dein Problem?
Mein Problem liegt darin, dass es viele Leute gibt, die einfach nicht
durchblicken. Das kann man leicht erkennen, wenn man die Postings hier
ein wenig mitverfolgt.
Und mein Problem liegt darin, dass ich meine eigenen SQL-Statements, die
ich mir mal vor anderthalb Jahren zusammengeschustert habe, um die Daten
zu extrahieren, jetzt selbst auf Anhieb nicht mehr verstehe.
> Niemand hier glaubt, dass die Opengeodb in der jetzigen Form perfekt ist
> und jeder der helfen will sie zu verbessern ist hier gern gesehen. Dazu
> gehört aber die Bereitschaft etwas mehr einzubringen, als ein paar
> abwertende Statements.
Da kann ich leider nur sehr begrenzt beitragen, weil mir die
Voraussetzungen, insbesondre was Verwaltungsgliederungen anderer Staaten
anbelangt, nicht bekannt sind.
cu, Robo :)